Werte und Erwartungen

Bescheidenheit, Einfachheit, Fleiss, Freundlichkeit, Freundschaft, Gerechtigkeit, Grosszügigkeit, Leidenschaft, Mitgefühl, Mut, Ordnung, Wahrheit, Zuverlässigkeit.


Anhand dieser wenigen Worte und Begriffe, die wir nicht nur im Zusammenhang mit Werten gebrauchen, lassen sich ein paar grundsätzliche Aspekte und Herausforderungen der tiefgründigen Diskussion zum Thema "Werte" verdeutlichen.


Für Werte gibt es keine eindeutige Definition


Es beginnt damit, dass es für all diese Begriffe keine genormte Definition gibt - und auch nicht geben kann. Wenn einhundert Menschen ein einseitiges Referat darüber verfassen, wie sie den Begriff Freundschaft definieren, so entstehen dabei einhundert verschiedene Referate, die sich zwar in vielen Details ähneln und überschneiden werden, aber auch ebenso gravierende Unterschiede aufweisen.


Gerade weil Menschen den gleichen (Werte-)Begriff so unterschiedlich definieren und auslegen, leiten sich daraus auch entsprechend unterschiedliche Erwartungen ab. Und diese Erwartungen wiederum beziehen sich auf mehr oder weniger konkrete Handlungen.


Was genau tut (und lässt) ein Mensch, für den Freundschaft ein Wert ist? Welche Handlungen bestätigen und stärken beispielsweise den Wert "Freundschaft" und welche Handlungen beschädigen ihn?


Kommunikation und Klärung gemeinsamer Werte


Für das Zusammenspiel im sozialen Kontext mit anderen Menschen ist genau diese Klärung der praktischen Umsetzung eines Wertes von besonderer Bedeutung. Die reinen Begriffe allein sind wertlos, wenn sie nicht über konkrete Erwartungen und Handlungsempfehlungen präzisiert werden.


Aber selbstverständlich unterliegen auch Erwartungen und Handlungsempfehlungen einer ganz individuellen Dynamik. Während für bestimmte soziale Gruppen die (hinsichtlich der gemeinsamen Werte gesetzten) Grenzen eher scharf und streng gezogen sind, wird die praktische Umsetzung der Werte in einem anderen sozialen Kontext eher grosszügig und nachsichtig gehandhabt.


Wann immer ein Mensch einer sozialen Gruppe beitritt, findet stets ein Abgleich des individuellen Wertesystems mit dem der Gruppe statt. Ist der gemeinsame Nenner gross genug, profitiert die Gruppe ebenso wie das Individuum. Weicht das individuelle Wertesystem hingegen zu sehr von dem der Gruppe ab, so kann dies zu Reibungen, Spannungen und Konflikten führen.


Diskussionen über Werte erfordern viel Sensibilität und Einfühlungsvermögen, gerade weil es sich dabei um ein sehr persönliches Thema handelt. Entsprechend nützlich können in solchen Gesprächen erfahrene Coaches und Mediatoren sein, die beispielsweise Teams darin unterstützen können, ihr gemeinsames Wertesystem zu finden oder Wertekonflikte aufzulösen.


Werte-Gemeinschaften


Jeder soziale Kontext ist immer auch eine Werte-Gemeinschaft, deren Zusammenspiel und Zusammenhalt massgeblich von einvernehmlichen, lebendigen und gut kommunizierten Werten abhängt. Je offener, klarer und transparenter Werte diskutiert, vorgelebt und innerhalb der Gruppe abgestimmt werden, desto harmonischer und konstruktiver gelingt das Miteinander. Genau diese Basis und die damit verbundenen Fähigkeiten vermitteln wir Teams und Führungskräften als Teil unseres Well-Being-Konzeptes.


Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie wir Sie oder Ihr Team unterstützen können, freuen wir uns über Ihre Nachricht.








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